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A

Djihara

Andalou


Der Andalou - der andalusische Tanz ist sein sehr femininer Tanz der hauptsächlich in den großen Städten des Maghrebs getanzt wird: in Fez, Rabat, Tlemcen, Algier, Constantine und Tunis. Es ist ein höfischer Tanz, der oft im Anschluss an ein klassisches Konzert gegeben wird. Meist begleitet eine Sängerin das kleine Orchester während die Tänzerin in reichen Kostümen und mit viel Gold geschmückt mit leichten Schritten tanzt.

Die Tänzerinnen tragen Pumphosen, lange Blusen mit langen Ärmeln, aufwändige Schleier die den ganzen Körper bedecken. Kopf- und Gesichtsschleier sind an einem kleinen Spitzhütchen befestigt. Es wird barfuß getanzt.
Das wagerechte Schieben der Hüfte ist ein wesentliches Merkmal des Andalou. Die grazilen und weichen Hand- und Armbewegungen, die den Mäandern der Musik folgen, werden durch die Verwendung von kleinen Seidentüchern unterstrichen.

Der Andalou hat nichts mit dem Flamenco zu tun! (siehe Andalusien - Al Andalus)


Andalusien - Al Andalus


Die Besiedelung Spaniens durch nordafrikanische Berber und Araber begann 711. Der Berberbäuptling Tarik siegte über Roderich (König der Westgoten) in Spanien.
755 In Andalusien wurde die Omajjaden-Dynastie errichtet.
928 Abd al-Rachman III. nahm den Titel Kalif an (Herrscher der Gläubigen")
961 Machtübernahme des Kalifen Al-Hakam II.

Das Cordobaer Kalifat war das erste städtische und kommerzielle Wirtschaftssystem, welches in Europa seit dem Verschwinden des Römischen Reiches gedieh. Die Haupt- und wichtigste Stadt des Kalifats, Cordoba, hatte etwa 100.000 Einwohner, und war zu dieser Zeit die wichtigste Stadt Europas.

Die andalusische Gesellschaft war eine fruchtbare Mischung unterschiedlicher Elemente: Muslime, Juden, Christen, Araber, Berber, Spanier und Glücksritter aus dem westlichen und östlichen Europa. Am Hofe des Omajjaden-Kalifen in Cordoba und in seiner Umgebung entstand eine Hochkultur. Philosophie, Astronomie, Mathematik, Medizin, Architektur, Musik, Tanz und Dichtkunst erleben unter Kalif Al-Hakam II. ihre Blütezeit.

1009-1090 zersplitterte das Kalifat Cordoba; ein Ergebnis der zahlreichen Kriege der letzten Führer Cordobas und dem daraus resultierenden finanziellen Druck, der das Kalifat erstickte. Die 39 Nachfolger des vereinten Kalifats wurden als die ersten TaÕifas (kleine Königreiche) bekannt, eine Bezeichnung, die in die spanische Sprache eingegangen ist und die ein Synonym für die von Zersplitterung und Uneinigkeit hervorgebrachte Zerstörung darstellt. Diese Spaltung ereignete sich noch weitere zwei Male, was demnach die zweiten und dritten TaÔifas erzeugte und außerdem eine Serie neuer Invasionen aus Nordafrika mit sich brachte. 1090 Die Almoravides drangen auf der Halbinsel ein. Danach kamen die Almohads (1146) und dann die Banu Marins (1224). Diese fortschreitende Schwächung bewirkte, daß sich das islamische Spanien bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts auf das Nasrud-Königreich in Grenada reduzierte. Die Mauren verlassen nach und nach die spanische Halbinsel und kehren nach Nordafrika zurück.

1492 Ferdinand und Isabelle erobern Granada. Juden und Muslime werden durch die Inquisition verfolgt. Alles Maurische wird von den Christen zerstört.

15. Jahrhundert - die Gitanos oder Zigeuner lassen sich in Spanien nieder. Sie begründen durch durch das Vermischen ihrer vielfältig beeinflussten Musik (indisch, arabisch, persisch, osteuropäisch) mit der maurisch geprägten, spanischen Musik den Flamenco.